Fußball Chronik

Die Gebrazhofer Fußballer nach dem Krieg von 1946-1954

Eigentlich begann man in Gebrazhofen unmittelbar nach dem Krieg mit dem Fußball-spielen. Die Ortsansässigen und vor allem einige Flüchtlinge bildeten bereits 1946 eine schlag-kräftige Mannschaft. Das Datum der Gründungsversammlung im Vereinslokal „Adler“ ist nicht bekannt. Der erste Vorstand war Hans Sgier sen.
Damit der neu gegründete Verein auch Fußballspielen konnte, stellte Adlerwirt Xaver Dilger seine Wiese bei Kargs Hütte dem Verein pachtweise zur Verfügung. Pacht allerdings, so weiß der Verpächter zu berichten, sei nie bezahlt worden, was dieser als eine Selbstverständlichkeit hinnahm. Nicht ganz so selbstverständlich akzeptierte der Verpächter und Vereinswirt Xaver Dilger – so wenigstens geht ein Gerücht um – die nicht bezahlten Zechen der Aktiven. Und als alles Mahnen und Bitten, die Schulden doch zu bezahlen, nichts half, blockierte er kurzerhand den Spielbetrieb, indem er auf seine Wiese, den Fußballplatz, einige Wagen Mist zu einem Misthaufen aufstapelte. Trotz dieser gelegentlichen Schwierigkeiten wurde aktiv am Spielbetrieb teilgenommen, wo man u.a. gegen Vogt, Friedrichshafen, Wohmbrechts, Leutkirch und Kisslegg spielte. Die Fahrten zu den Auswärtsspielen wurden gemeinsam mit dem Holzvergaser-Lastwagen der Fa. Strasser aus Kißlegg und der Frima Merk aus Reichenhofen gestartet. Bänke und Stühle auf der Ladepritsche aufgestellt, ergaben ein für damalige Verhältnisse recht komfortabels Reisemittel. Höhepunkt der kurzen Nachkriegsvereinsgeschichte war wohl das erste internationale Auftreten des SV Gebrazhofen.

Die Mannschaft von 1951

Schiedsrichter Bär, Alfred Sipple, Karl Dilger, Helmut Bergmann, Vorstand Hans Sgier, Schlude, Matthias Sauterleute, Josef Detzel, Alois Schupp, Anton Jäger, Adolf Müller, Alois Beckers, Gustav Scharfenberger, Alois Rau, Alois Moosmann, Rupert Reuter.

Leider mußte der Verein seine Aktivitäten bereits nach 8 Jahren wieder einstellen. Personelle und vor allem finanzielle Schwierigkeiten waren der Grund hierfür. Hohe Forderungen der GEMA für verschiedene Tanzveranstaltungen vergangener Jahre und eine Privatklage des Kisslegger Torwarts Bauser, der von einem Gebrazhofer Spieler in einem Spiel im Gesicht verletzt worden war, brachten die finanziellen, der Wegzug einiger Flüchtlinge die personellen Schwierigkeiten. So wurde der Verein vom damaligen Vorstand Max Dürrenberger 1954 wieder aufgelöst.


Die Gründung des SV Gebrazhofen 1966 e.V.

Die Gründungsversammlung fand am 7. Mai 1966 im damaligen Gasthof „Hirsch“ statt. Neben den üblichen Regularien, die abzuwickeln waren, wurde vom damals amtierenden Bürgermeister Bauer Grundsätzliches über Sinn und Zweck eines Sportvereins dargelegt. Ein Sportverein biete der Jugend geeignete Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitgestaltung und eröffne der Allgemeinheit die Benutzung der vorhandenen Anlagen (Turnhalle, Sportplätze) in einem geordneten Rahmen.
Die 56 anwesenden Sportbegeisterten und Sportwilligen wählten Paul Schupp mit überwältigender Mehrheit zum Vorstand. In Abwesenheit wurde Gustav Scharfenberger zum Stellvertreter bestimmt. Bürgermeister Bauer akzeptierte das Amt des Schriftführers und Alois Schauer übernahm die Kasse, die er und seine Frau Elfriede mit Sorgfalt und Erfolg zum Wohle des Vereins in den folgenden 15 Jahren führten. Für die Jugendleitung wurde sinnvollerweise Herr Hauptlehrer Schmid bestimmt. Als die sechs Beiräte der Vorstandschaft wurden zwei aus jeder Pfarrgemeinde gewählt. Fritz Rölle und Anton Guter vertraten Gebrazhofen, Gebhard Butscher und Josef Miller Engerazhofen und Georg Throner und Karl-Heinz Hohendorf vertraten die Merazhofener. Die Annahme der Satzung, die als Muster des WFV vorlag, war eine Formsache. Die erste Versammlung ging wohl deshalb so glatt über die Bühne, weil die Väter des Vereins in Versammlungen im März und April 1966 in den einzelnen Pfarrgemeinden ganze Arbeit geleistet und so den Weg für die Vereinsgründung geebnet hatten. Jetzt waren die Vereinsmitglieder am Zug, um die einzelnen Abteilungen zu gründen. Am aktivsten waren die Fußballer, die ja auch die Gründung des Vereins betrieben hatten. Die Anmeldung für den Spielbetrieb beim WFV mußte vorgenommen werden. Als Trainer wurde Hans Fack aus Leutkirch verpflichtet, der mit den besten Kickern der Gemeinde eine schlagkräftige Mannschaft bilden sollte. Hans Fack – Adi wurde er nur genannt – war nicht nur ein Fußballfachmann sondern auch ein Psychologe. So verstand er es glänzend, die Höhen und Tiefen der Erfolgs- und Mißerfolgswellen zu glätten.

Gründungsmannschaft 1966

stehend v. l.:  Gebhard Butscher, Rudi Weitzenegger, Hans Löchle, Josef Heilig,
                      Otto Scheerer, Erwin Weitzenegger, Erich Butscher, Fritz Rölle,
kniend v. l.:    Alois Schauer, Manfred Hones, Hans Kolb

Die Punkterunde 1973/74 begann alles andere als gut. Man verlor das erste Spiel in Aichstetten glatt mit 0:2, und niemand hätte geglaubt, daß der SVG am Ende der Saison an der Tabellenspitze stehen sollte. Die Niederlage am ersten Spieltag blieb aber die einzige in der ganzen Saison, und der Aufstieg in die Kreisliga A war perfekt.

Meistermannschaft der C-Klasse 1974

stehend v. l.:  Vorstand Willi Bussmann, Fritz Rössler, Gerhard Edelmann,
                       Ingolf Beckers, Georg Scheerer, Hans Kolb, Franz Braun,
                      Gerhard Wiedemann, Abteilungsleiter Karl Netzer, Trainer Hans Fack,
kniend v. l.:    Robert Schmid, Michael Banhardt, Roland Butscher, Dieter Butscher,
                      Klaus Moosmann, Alfred Sulzer

In der Saison 80/81 schien sich der sportliche Aufwärtstrend fortzusetzen. Zwei Spieltage vor Saisonende führte der SVG die Tabelle an und sah wie der sichere Aufsteiger aus. Am zweitletzten Spieltag sorgte eine 2:3-Niederlage gegen Amtzell jedoch nochmals für Spannung. Man war jetzt punktgleich mit dem FC Wangen, und das letzte Spiel mußte über den Aufstieg entscheiden. Am letzten Spieltag, dem 14. Juni 1981, gelang jedoch ein deutlicher 6:0-Sieg über Bodolz, und der SVG schaffte den Aufstieg in die Bezirksliga. Die Reserve wurde ebenfalls Meister. Zum Saisonende verabschiedete sich der langjährige Trainer Hans Fack vom SVG.
Das erste Spiel in der Bezirksliga wurde auch gleich mit 4:3 gegen Ratzenried gewonnen, wobei der spätere Spielertrainer Jörg Hempel das erste SVG Tor in der Bezirksliga erzielte. Unter dem neuen Trainer Günther Rau stand man nach drei Spieltagen völlig unerwartet an der Tabellenspitze und erreichte zu Saisonende einen respektablen 5. Platz.
Noch besser begann die zweite Saison in der Bezirksliga. Der SVG startete mit
12:2 Punkten und einige SVG-ler träumten gar schon von höheren Zielen. Dieser Erfolgsserie folgte jedoch eine Negativserie von 0:10 Punkten. Am Ende der Punkterunde hatte man wieder einen 5. Platz erreicht und sich in der Bezirksliga etabliert.

Meister der Reserve 1980/1981

hinten v.l.:   Vorstand Fritz Rölle, Albrecht Fuchs, Anton Netzer, Jochen Gröber,
                   Peter Sgier, Ewald Butscher, Peter Gleinser, Karl Sauter, Gerhard Edelmann,
                   Abteilungsleiter Karl Netzer,
vorne v.l.:   Alois Miller, Franz Röck, Ewald Miller, Günter Deyringer, Armin Woll,
                   Rudi Weitzenegger

Bezirksligaaufsteiger 1981

hinten v.l.:   Kassierin Elfriede Schauer, Abteilungsleiter Karl Netzer, Georg Scheerer,
                   Gerhard Butscher, Peter Löchle, Jörg Hempel, Alexander Janker,
Manfred Krug, Waldemar Westermayer, Xaver Krug, Gerhard Edelmann,
                   Trainer Hans Fack, Otto Scheerer, Co-Trainer Rudi Weitzenegger,
vorne v.l.:   Josef Riedle, Siegfried Riedle, Georg Menig, Roland Butscher,
                   Erich Weishaupt, Dieter Butscher, Hans Kolb, Michael Banhardt, Alwin Böhm

Den sportlich wohl wichtigsten Erfolg erkämpfte sich die erste Mannschaft im Pokalwett-bewerb. Im Enspiel gegen die TSG Bad Wurzach siegte Gebrazhofen am 02.06.83 mit
3:2 Toren und wurde Bezirkspokalsieger.

Bezirkspokalsieger 1983

hinten v.l.:   Karl Netzer, Alfons Hellmann (gen. Butzi), Peter Löchle, Ewald Butscher,
                   Manfred Krug, Jörg Hempel, Xaver Krug, Michael Banhardt,
                   Roland Butscher, Trainer Günther Rau,
vorne v.l.:   Georg Menig, Georg Scheerer, Dieter Butscher, Erich Weishaupt,
                   Josef Riedle, Günter Deyringer, Siegfried Riedle

1984 wurde Paul Schupp aufgrund seiner langjährigen Arbeit für den Sportverein zum ersten Ehrenvorsitzenden des SVG ernannt. Als in den Jahren 1986 und 1987 die Erweiterung der Grund- und Hauptschule gebaut wurde, konnte auch das neue Vereinsheim eingeweiht werden. Böse Zungen behaupten, dies habe sich aber eher negativ auf die Leistung des SVG ausgewirkt. Jahr für Jahr rückte man nämlich den Abstiegsplätzen näher. In der Saison 88/89 entging man dem Abstieg aus der Bezirksliga nur knapp.
Im Juli 1990 feierte man die Einweihung der neuen Schul- und Sportanlage bei schönstem Wetter mit umfangreichem Programm. Einem Festgottesdienst folgten die Ansprachen von Ortsvorsteher Sipple, Stadtbaudirektor Anders und Herrn Lillich, dem damaligen Bürgermeister der Stadt Leutkirch. Neben einer Vorführung der neu gegrün-deten Tae-Kwon-Do-Gruppe fand auch ein Einlagespiel der SVG-Volleyballer und ein Fußball-Turnier der ortsansässigen Vereine statt.
Die Einweihungsfeier wurde aber durch ein trauriges Ereignis getrübt. Nach 9-jährigem Gastspiel in der Bezirksliga mit einigen beachtlichen Platzierungen des kleinen Dorfvereins, konnte in der Spielzeit 1989/90 der Abstieg in die Kreisliga A nicht mehr verhindert werden.

Die letzte Bezirksligamannschaft des SVG in der Saison 1989/90

hinten v. l.:    Hartwig Scheerer, Karl Miller, Hubert Netzer, Spielertrainer Jörg Hempel,
Karl Netzer, Berthold Weiß, Manfred Krug, Vorstand Lothar Schmid,
vorne v. l.:    Gordian Netzer, René Kokott, Roland Butscher, Peter Litzbarski,
Dietmar Schädler, Günter Neumann

Georg Scheerer, der schon in der Winterpause 1989/90 Jörg Hempel als Trainer abgelöst hatte, sollte wieder neuen Schwung in die Mannschaft bringen.
Im „SVG-Kicker“ wurde von der „Saison des Wiederaufbaus“ gesprochen und vom „Wiederaufstieg in die Bezirksliga in 2-3 Jahren“. Die Vorrunde der Saison 1990/91, welche mit einem 2. Platz abgeschlossen wurde, ließ sogar auf den direkten Wieder-aufstieg hoffen, aber eine große Anzahl an verletzten Spielern und eine total miss-lungene Rückrunde zerstörten diesen Traum.

Mannschafskader Kreisliga A, 1990/91

hinten v. l.:   Xaver Krug, Armin Kolb, Frank Müller, Karl Netzer, Franz Raufeisen,
Hartwig Scheerer, Roland Moosmann, Michael Weitner, Gordian Netzer,
Franz Wechsel, Georg Mariner, Trainer Georg Scheerer,
Vorstand Lothar Schmid,

vorne v. l.:   Hermann Detzel, Alfred Hausmann, Dietmar Schädler, Robert Reutlinger,
Karl Miller, Bruno Menig, Markus Spang, Oliver Löchle, Günter Neumann,
Hubert Netzer, Manfred Krug

Es fehlen:    Walter Banhardt, Erich Kolb, Robert Kusche, Josef Miller, Hennes Pfender,
Karl Sauter, Martin Schädler, Andreas Schiller, Stefan Stollberg,
Werner Vollmer, Wolfgang Weiß, Alexander Weitner

Nachdem der eine oder andere ehemalige Bezirksligaspieler seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt hatte oder den Verein verließ, brachte auch die Saison 91/92 unter Trainer Klaus Blust nicht den gewünschten Erfolg.
In den folgenden drei Jahren in der Kreisliga A (1992 bis 1995) vertraute man das Geschick des Trainerjobs Wilfried Hess aus Leutkirch an. Unter ihm spielte die Mannschaft meist im vorderen Tabellenmittelfeld mit, konnte sich aber nie in den Kampf um die Meisterschaft einmischen.
In den folgenden beiden Spielzeiten 1995 bis 1997 geriet der Fußball in Gebrazhofen in den Strudel des Mißerfolgs. Von Spiel zu Spiel rückte man den Abstiegsplätzen näher, bis man schließlich den schweren Gang in die Kreisliga B auf sich nehmen mußte.
Wider Erwarten schafften die Gebrazhofer in der Saison 97/98 unter dem damaligen Spielertrainer Alija Dzinic überraschend den sofortigen Wiederaufstieg in die Kreisliga A vor dem zweitplazierten SV Aichstetten. Die extra angefertigten Meisterschafts-T-Shirts mit der Aufschrift „Flasche leer, Mannschaft voll, Kreisliga B wir haben fertig!“ sollte nicht nur die Freude über die Meisterschaft zum Ausdruck bringen, sondern auch, daß man zukünftig mit der Kreisliga B abgeschlossen hatte.

Die Meistermannschaft Saison 1997/98

hinten v.l.:   Alfred Hausmann, Reinhold Hepp, Eduard Hausmann, Michael Weitner,
Armin Kolb, Damir Nuhanovic, Karl Miller, Alexander Weitner, Siegfried Wiest,

                   Walter Banhardt, Vorstand Erhard Müller, Staffelleiter Max Einhauser,
mitte v.l.:    Sacir Dzinic, Werner Vollmer, Frank Paulmichl, Hubert Netzer,
                   Hennes Pfänder, Michael Krug, Gordian Netzer,
liegend v.l.:  Alibeg Mujanic, Spielertrainer Alija Dzinic, Amir Dzinic, Roland Moosmann

Für die Saison 98/99 konnte der SV Gebrazhofen mit Michael Pelko abermals einen Spielertrainer engagieren. Natürlich war das erste Ziel, als Aufsteiger den Klassenerhalt zu schaffen, aber die Mannschaft war vom Spielerpotential und der Erfahrung her so gefestigt, dass nie Abstiegsgefahr bestand und am Ende der Saison ein zufrieden-stellender Tabellenplatz erreicht wurde.

Die Saison 1999/2000 ließ daher wieder auf erfolgreichere Zeiten hoffen. Michael Pelko blieb Spielertrainer, und man konnte mit einigen Neuzugängen und jungen Spielern aus der eigenen Jugend den Kader aufstocken. Man war guter Dinge, daß der Fußball in Gebrazhofen wieder positive Schlagzeilen bringen würde.

Spielerkader Saison 1999/2000

hinten v.l.:    Wolfgang Schele, Gordian Netzer, Murat Ayne, Andreas Burger,
Andreas Tutschner,

mitte v.l.:     Vorstand Anton Netzer, Spielertrainer Michael Pelko, Jürgen Schmid,
Simon Blust,
Hubert Netzer, Alexader Weitner, Bernd Graf,
Frank Müller, Masseur Goran,
vorne v.l.:   Manfred Fuchs, Roland Peter, Josef Andrinet, Pejo Dominkovic,
Frank Paulmichl,
Günter Neumann

Doch diese Saison sollte im negativen Sinne richtungsweisend für die kommenden Jahre im Fußball beim SV Gebrazhofen sein. Nach elf Spieltagen lag man an drittletzter Stelle mit bereits großem Abstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz.
Vier Niederlagen in Folge bewegten Spielertrainer Pelko dazu, sein Traineramt nieder-zulegen. Auf die Schnelle wurde für das letzte Heimspiel vor der Winterpause mit Armin Kolb ein Interimstrainer gefunden. Man mußte gegen den drittplazierten und haushohen Favoriten SV Seibranz antreten und — gewann mit 1:0!
In der Rückrunde wurde das Traineramt von Josef Hanss übernommen. Doch das Abwandern von vier Stammspielern zur Winterpause und große Personalnot ließen die Saison in einem Debakel enden. Am Ende mußte man als Vorletzter erneut den Gang in die unterste Spielklasse antreten.

Die Saison 2000/2001 bedeutete einen rapiden Umbruch für den SVG. Einige junge Spieler stießen aus der A-Jugend zu den Aktiven, und viele der „alten Hasen“ hängten ihre Fußballschuhe an den Nagel oder verließen den Verein. Die personelle Situation ließ es nicht zu, eine Reservemannschaft anzumelden. Mit Walter Banhardt übernahm ein ehemaliger SVG-Fußballer das Traineramt. Leider mußte die sehr junge SVG-Truppe in dieser Saison kräftiges Lehrgeld zahlen. Als Absteiger aus der Kreisliga A geriet man in den freien Fall und schloß die Saison mit einem katastrophalen Ergebnis als Vorletzter ab.

In der folgenden Saison 2001/2002 entwickelte man sich zum Punktelieferaten und belegte am Ende abgeschlagen den letzten Tabellenrang. Dass es so nicht weitergehen konnte, war den SVG-Verantwortlichen klar. So wurde für die Saison 2002/2003 abermals einen Spielertrainer verpflichtet. Cemil Altas sollte die Gebrazhofer wieder auf Erfolgskurs bringen. Mit ihm kamen noch weitere fünf Neuzugänge zum SVG, welche größtenteils eine Verstärkung für die Mannschaft waren. Die Saison begann recht vielversprechend, doch bald wendete sich das Blatt, und die Erfolge blieben aus. So wurde man in der Tabelle nach hinten durchgereicht und fand sich nach der Vorrunde auf dem drittletzten Rang wieder. Nachdem in der Winterpause alle Neuzugänge und noch zwei weitere Spieler dem Verein den Rücken gekehrt hatten, bedeutete dies auch das Aus für Trainer Cemil Altas. Aufgrund der nun herrschenden Personalnot mußte man die Reservemannschaft vom aktiven Spielbetrieb zurückziehen. Für die Rückrunde übernahm Günter Neumann als Spielertrainer das Team. Mehr schlecht als recht wurden die Spiele der Rückrunde bestritten, und am Ende blieb man Drittletzter.

In der Saison 2003/2004 folgte mit Harald Müller ein neuer Trainer. Die dünne Spieler-decke ließ auch in dieser Saison kein Reserveteam zu. Die Saison begann zwar sehr holprig, die Mannschaft konnte sich aber steigern und mit einem zufriedenstellenden achten Tabellenplatz abschließen.

Für die Saison 2004/2005 versuchte man es erneut mit einem Spielertrainer. Markus Kibler, welcher Landesligaerfahrung hatte, sollte die junge SVG-Elf voranbringen. Man konnte jedoch in dieser Saison zu keiner Zeit das Tabellenende verlassen und belegte schlußendlich weit abgeschlagen den letzten Tabellenrang.

1. Mannschaft Saison 2004/2005

hinten v.l.:   Patrick Bayer, Manfred Fuchs, Anton Gronmaier, Ralf Boneberger,
                   Michael Vögel, Albert Hartmannsberger, Florian Kuhn,
vorne v.l.:   Dietmar Häge, Julian Wagegg, Frank Wollitz, Spielertrainer Markus Kibler,
                  Christian Ganser, Thomas Maucher

Beim SV Gebrazhofen hatte man inzwischen erkannt, dass Spielertrainer nicht unbedingt förderlich für den Erfolg der Gebrazhofer waren. Man kam zu dem Schluß, dass der Trainer an die Seitenlinie gehörte, um die taktischen Anweisungen zu geben.
So trainierte für die kommenden beiden Spielzeiten Anton Netzer die SVG-Elf.
In der Saison 2005/2006 konnte man sich für die damalige Situation “wacker” schlagen und belegte am Ende den 11. Tabellenplatz.

Die folgende Saison 2006/2007 zeigte jedoch, dass einfach das Spielerpotential fehlte, um etwas erfolgreicher zu sein. Aus der Not heraus reaktivierte man mit Ewald Butscher und Jürgen Miller zwei “alte Hasen”, aber auch sie konnten der Mannschaft keinen Rückhalt geben. Man beendete die Saison einmal mehr als Tabellenschlußlicht.

Der Fußball beim SV Gebrazhofen war an seinem Tiefpunkt angelangt, und in den umliegenden Vereinen wurde schon gemunkelt, dass man den Spielbetrieb einstellen würde.

1. Mannschaft Saison 2006/2007

hinten v.l.:   Patrick Seebörger, Florian Weiß, Thomas Maucher, Manfred Fuchs,
                   Dietmar Häge, Frank Wollitz, Matthias Maucher, Trainer Anton Netzer,                            Vorstand Lothar Schmid,
vorne v.l.:   Raphael Ajayi, Ewald Butscher, Michael Romanowski, Jürgen Miller,
                   Leo Gambach, Ralf Häge

In den Jahren 2007 bis 2010 übergab man das Trainerzepter an Jürgen Miller, welcher zuvor schon die A-Jugend des SVG trainiert hatte. Zwar war der SVG nach wie vor nur in den hintersten Tabellenregionen zu finden, aber die Saison 2008/2009 zeigte ein kleines Licht am Ende des Tunnels. Nach mehreren Jahren konnte der SVG wieder eine Reservemannschaft stellen. Am Saisonende fand sich die erste Mannschaft auf dem vorletzten und die zweite Mannschaft auf dem den letzten Tabellenrang wieder.

Die Saison 2009/2010 konnte die erste Mannschaft mit dem elften Tabellenplatz abschlie-ßen und hatte den Anschluss ans Tabellenmittelfeld gefunden. Das Reserveteam mußte jedoch nach der Winterpause vom Spielbetrieb zurückgezogen werden.

1. Mannschaft Saison 2009/2010

hinten v.l.:  Christoph Klaus, Christian Baumann, Albert Hartmannsberger, Frank Wollitz,
                  Georg Müller, Matthias Maucher, Christian Bemetz, Claudius Maucher,
                  Trainer Jürgen Miller,
Vorne v.l.:  Ilias Theiß, Michael Blumer, Tobias Boneberger, Martin Bareth, Ralf Häge,
Es fehlen:  Stefan Grieb, Markus Ried

2. Mannschaft Saison 2009/2010

Hinten v.l.:   Reiner Haas, Reiner Weiß, Daniel Pilous, Claudius Maucher, Florian Weiß;
Vorne v.l.:    Fabian Bodenmüller, Phillip Schupp, Stephan Buchner, Martin Kolb,
                    Patrick Seebörger, Dominik Plazek,
Es fehlen:   Alexander Gronmayer, Gregor Utz, Manfred Fuchs, Stefan Graf,
Josef Hengge

Ab der Saison 2010/2011 verpflichtete man den ehemaligen Beurener Erwin Mayer als Trainer. Man war zwar personell recht dünn bestückt, aber trotzdem sollte neben der ersten Mannschaft ein Reserveteam den Grundstock für den Wiederaufbau bilden. Während die erste Mannschaft in der Saison 2010/11 am Ende mit nur vier Punkten auf dem Konto sang und klanglos unterging, konnte man mit der zweiten Garnitur wenigstens einen 10. Tabellenrang belegen.

Man war zwar immer noch skeptisch, ob die Anmeldung einer Reservemannschaft Sinn machen würde, aber auch in den folgenden beiden Jahren (Saison 2011/12 und 2012/13) hielt man an diesem Konzept fest. Es stießen einige Talente aus der Jugend zu den Aktiven, und auch von anderen Vereinen konnte man Spieler für sich gewinnen. In sportlicher Hinsicht waren zwar weiterhin kaum Fortschritte zu erkennen, aber die ständigen Personalprobleme aus vergangenen Jahren waren überwunden.

Die Saison 2013/14 zeigte einen ersten Aufwärtstrend. Die jungen Spieler hatten Erfahrung sammeln können, und auch das nötige Potential war vorhanden. Ziel war ein Platz im vorderen Tabellenmittelfeld. Trainer Erwin Mayer trat jedoch im Einvernehmen mit den Vereinsverantwortlichen in der Winterpause zurück, nachdem sich abzeichnete, dass dieses Vorhaben nicht mehr zu erreichen war.
Kurzfristig wurde Markus Kibler, welcher schon in der Saison 2004/05 Spielertrainer in Gebrazhofen war, für die Rückrunde als Trainer engagiert. Am Saisonende konnte sich die erste Mannschaft am letzten Spieltag noch den 10. Tabellenrang sichern und die zweite Garnitur einen überraschend guten fünften Platz. Man war auf dem richtigen Weg, denn beide Mannschaften konnten sich je über 30 Punkte erspielen, wovon man in den vorhergehenden Jahren nur träumen konnte.

1. Mannschaft Saison 2012/2013

hinten v.l.:  Co.Trainer Karl Sauter, Ilias Theiß, Julian Wucher, Thomas Schmid,
                   Manuel Klaus, Wolfgang Sipple, Michael Blumer, Trainer Erwin Mayer,
vorne v.l.:   Sebastian Riedle, Daniel David, Alexander Kögel, Manfred Seufert,
                   Julian Kämmerle, Matthias Maucher, Tobias Boneberger

2. Mannschaft Saison 2012/2013

hinten v.l.:   Co-Trainer Karl Sauter, Daniel Pilous, Reiner Haas, Reiner Weiß,
Florian Hader,
Trainer Erwin Mayer,
vorne v.l.:   Peter Geißler, Ralf Hagspiel, Florian Weiß, Moritz Stokklauser,
Claudius Maucher,
Christian Baumann, Frank Stadler,
es fehlen:   Simon Sauter, Christoph Klaus, Martin Riedle, Stefan Hengge, Timo Riess,
                   Alexander Maucher, Raphael Ajayi, Oliver Markquart, Martin Kolb,
                   Niklas Hummel, Patric Pippirs, Stefan Mayer, Stephan Buchner,
Daniel David,
Stefan Geißler, Josef Hengge, Thomas Maucher,
Philipp Schupp, Maximilian Scheerer

Die Saison 2014/2015 brachte endlich den Durchbruch. Unter Trainer Bernd “Jule” Schmid, lernten die Mannschaften in taktischer und spielerischer Hinsicht weiter hinzu. Als einziges Team konnte die 1. Mannschaft den späteren beiden Aufsteigern von der SGM Dietmanns/Hauerz und der SGM Aitrach/Tannheim auf den Fersen bleiben, aber letztendlich verlor man die entscheidenden Begegnungen und wurde Dritter.
Die zweite Mannschaft schaffte jedoch die Sensation und holte den Meistertitel der Reserve nach Gebrazhofen.

Für die “Jubiläumssaison 2015/2016” steckte man sich noch höhere Ziele. Man sah sich nach über fünfzehn Jahren Durststrecke wieder dazu in der Lage, ein Wörtchen im Kampf um den Meistertitel mitzureden. Doch leider hatte man das Pech, dass sich der Türk SV Wangen als absolute Übermannschaft entpuppte, welche ab dem zweiten Spieltag durchgehend den ersten Tabellenplatz belegte und schon einige Spieltage vor Saisonende als Meister feststand. Dennoch zeigten die Gebrazhofer, dass man auch mit solchen Mannschaften mithalten konnte. In der Vorrunde brachte man dem Türk SV die erste Saisonniederlage bei und konnte den souveränen Meister als einziges Team zweimal bezwingen. Verdientermaßen ging man als Zweitplazierter in die Relegation. Die zweite Mannschaft sicherte sich einen guten dritten Tabellenrang.
Die Qualifikation zum eigentlichen Relegationsspiel konnten die Gebrazhofer auf neu-tralem Boden in Arnach gegen die SG Kißlegg II mit 3:0 für sich entscheiden. Leider hatten die Gebrazhofer aber gegen Abstiegskanditaten vom TSV Röthenbach das Nachsehen und verloren gegen den A-Ligisten im Isnyer Stadion mit 2:4.

Spielerkader Saison 2014/2015

hinten v.l.:   Michael Blumer, Florian Hader, Siegfried Neidhart, Manuel Klaus,
                   Werner Baumann, Raphael Ajayi, Martin Riedle, Ralf Boneberger,
Julian Wucher, Christoph Klaus, Peter Geißler,

mitte v.l.:     Abteilungsleiter Karl Schädler, Tobias Netzer, Julian Wessle, Reiner Weiß,
                   Stefan Hengge, Armin Seitz, Thomas Schmid, Reiner Haas,
Maximilian Scheerer,
Simon Sauter, Trainer Bernd Schmid,
vorne v.l.:   Emil Sauter, Kai Riess, Stefan Geißler, Markus Schupp, Raphael Sieber,
                   Manfred Seufert, Timo Riess, Matthias Maucher, Ilias Theiß,
Julian Kämmerle,

es fehlen:   Christian Baumann, Daniel David, Ralf Hagspiel, Josef Hengge,
Alexander Kögel,
Martin Kolb, Alexander Maucher, Claudius Maucher,
                   Sebastian Riedle, Philipp Schupp, Daniel Wechsel, Florian Weiß

Spielerkader Saison 2015/2016

hinten v.l.:   Florian Hader, Daniel David, Raphael Sieber, Simon Sauter, Christoph Klaus,
Manuel Klaus, Maximilian Scheerer, Siegfried Neidhart, Daniel Wechsel,
Christian Baumann, Abteilungsleiter Karl Schädler, Trainer Bernd Schmid,
mittle v.l.:    Vorstand Josef Hengge, Stefan Geißler, Julian Wechsel, Ralf Boneberger,
Stefan Hengge, Florian Weiß, Reiner Weiß, Tobias Netzer, Werner Baumann,
Alexander Kögel, Timo Riess,
vorne v.l.:   Philipp Schupp, Thomas Schmid, Marius Utz, Martin Riedle, Ralf Hagspiel,
Julian Wessle, Julian Kämmerle, Markus Schupp, Kai Riess, Fabian Utz,
Manuel Kämmerle,
es fehlen:   Raphael Ajayi, Michael Blumer, Stephan Buchner, Peter Geißler,
Reiner Haas,
Matthias Maucher, Florian Preugschat, Sebastian Riedle, Emil Sauter,
Niklas Schädler, Armin Seitz, Ilias Theiß, Julian Wucher